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Aktuell

Theater St.Gallen
“Versetzung” von Thomas Melle

Die Premiere der Schweizer Erstaufführung war am 13.September 2018 am Theater St.Gallen in der Lokremise.
Das Stück wird vorerst bis Mitte November zu sehen sein.
Die Spieldaten und Tickets gibt’s hier.

Besetzung
Inszenierung: Jonas Knecht | Ausstattung: Markus Karner | Live-Musik: Nico Feer | Dramaturgie: Julie Paucker
Spiel: Fabian Müller, Pascale Pfeuti, Bruno Riedl, Catriona Guggenbühl, Tobias Graupner, Seraphina Maria Schweiger, Stefan Schönholzer, Oliver Losehand

Das St.Galler Tagblatt meint zu unserer Inszenierung:
[…] Die anderen werden, im Moment, wie sie ihn fallen lassen, zu mechanischen Puppen ihres Wankelmuts, ihrer Boshaftigkeit, ihrem Karrierestreben. In diesen Szenen scheint das choreografische Talent von Regisseur Jonas Knecht besonders auf. […]
Denn hier wird kein rührseliges Sozialdrama geboten, sondern eine phasenweise etwas gar nach Psychiatrielehrbuch riechende, aber packende Studie eines Verfalls. Man weiss danach etliches mehr über Manisch-Depressive und hat einen fabelhaften Fabian Müller gesehen. Die Verantwortung im Umgang mit psychisch Kranken tritt in Jonas Knechts Inszenierung ins Zentrum – mit einem tollen Ensemble. […]


Trailer

Das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten beschreibt so: 
[…] Das Geniale daran ist, wie es Melle und Schauspieldirektor Jonas Knecht, der für die Inszenierung verantwortlich ist, gelingt, begreifbar zu machen, dass der Kranke sich in seiner Manie als den Gesunden sieht. Ihm scheinen alle anderen den Verstand zu verlieren. Die Kombination von sprachlichen und schauspielerischen Mitteln, die zu diesem Zweck eingesetzt werden, ist äusserst gelungen. […]


Theater St.Gallen
“Lugano Paradiso 
oder So schön wie dieses Jahr hat der Flieder lange nicht geblüht” von Andreas Sauter

Die Uraufführung war am Donnerstag, 22. März 2018 am Theater St. Gallen in der Lokremise.

Team: Inszenierung: Jonas Knecht | Bühne: Markus Karner | Kostüm: Heidi Walter | Komposition / Live-Musik: Andi Peter, Nico Feer | Choreographie: Sergiu Matis | Dramaturgie: Anja Horst
Spiel: Birgit Bücker: Ilka Baer, ehemaliges P26 Mitglied | Hans Ruedi Spühler: Peter Müller, Journalist, ehemals „revolutionärer“ Linker | Bruno Riedl: Ottokar Hermann, Geschäftsmann | Diana Dengler: Journalistin, Befragerin im Ausschuss des Deutschen Bundestages | Anja Tobler: Journalistin, Befragerin im Ausschuss des Deutschen Bundestages | Fabian Müller: Staaatsschützer-Ausbildner, Onkel von Ilka Baers Mann, P26 Ausbildner, Mitglied in der Atomkommission, Anwalt Dubois, Oberleutnant Lorenz | Jessica Cuna: Staatsschützerin der Schweizer Bundespolizei, Betroffene des DDR-Regimes | Stefanie Fischer, Swane Küpper, Emily Pak, Giulio Panzi: Staatsschützer in Ausbildung, P26er in Ausbildung, Mitglieder der Atomkommission, Stasi-Spitzel, Betroffene des DDR-Regimes

Daniele Muscionico meinte in der NZZ vom 29.03.2018:
[…] Wenn Kunst eine Wahrheit hat, ist sie zumutbar. Die Wahrheit der Politik ist es schliesslich auch. Man kann, was unter Jonas Knecht am Theater St. Gallen geschieht, auch Menschenliebe nennen. Denn man soll guten Willens davon ausgehen: Knecht glaubt an die aufklärerische Funktion von Theater und die Lernbereitschaft seines Publikums.
Man kann aber auch anders – und hier einem Theater vorhalten, dass es sich mit dem Ausmisten eines schweizerischen Augiasstalls so viel an Stoff vornimmt, wie in einem Studiensemester kaum zu bewältigen wäre. Zudem, auch Knecht arbeitet verdeckt, an einer St. Galler Dramaturgie nämlich. Das darf er nicht – er muss. Andreas Sauters Uraufführung schreibt die Reihe Gegenwartsstoffe weiter, die in St. Gallen in Auftrag gegeben werden und den Kanon eines jungen politischen Schweizer Theaterschaffens etablieren. Wer von einer Bühne Relevanz will, schafft sich wie hier einen Hallraum, in dem ein Publikum vielleicht nicht immer alles, aber immer mehr von seiner Zeit versteht. […]


Trailer

Harald Müller im Theater der Zeit (Heft Mai 2018) schrieb:
[…] Es gibt sie noch, die Versuche, allen Ich-Beteuerungen zum Trotz größere (Macht-) Dimensionen auf dem Theater zu etablieren, Konflikte statt Problemchen zu benennen und diese als wirkungsvolle Vorgaben für relevantes Theater zu entdecken. Dieser Tage zu besichtigen in St. Gallen, der Hauptstadt der Ostschweiz, in dessen Theater der junge Schauspieldirektor Jonas Knecht seit 2016 ein avanciertes Gegenwartstheater anbietet, welches jenseits von Alarmismus und Aufgesetztheit den grundsätzlichen Konfliktfeldern in der Schweiz und der Welt nachspürt – mit Wirkungen in der Stadtgesellschaft, namentlich der jungen Generation, und Erfolg. Gerade wurde Knechts Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. […]